Es war kurz vor dem Abpfiff, die Schiedsrichter gaben Patrick Palach das Zeichen, das der Freistoß die letzte Spielaktion des Finales sein sollte. Der Kapitän übernahm die Verantwortung, fuhr zum Freistoß an und schoss in die Mauer. Der Abpfiff ertönte und erneut mussten sich die Jungs im ADAC-Pokalfinale dem MSC Puma Kuppenheim geschlagen geben.

Doch zunächst von Anfang an, bei regnerischen Wetter legten (Tor)Gerber, (Feld)Fitterer, Tichatschek, Faisz und Kapitän Palach los. Mit dem nassen Platz hatte die Mannschaft zu Beginn sichtliche Probleme. Bereits im ersten Ballbesitz verlor man die Kugel an die Pumas, die nicht lange auf sich warten ließen und durch Ex-Taifunler Ali Topkaya früh in Führung gingen. Auch im weiteren Verlauf waren die Pumas deutlich wacher und aktiver, der zu diesem Zeitpunkt verdiente zweite Treffer blieb ihnen verwehrt.

Doch wer seine Chancen vorne nicht nutzt, wird oft hinten bestraft. In diesem Fall doppelt! Die Pumas verloren den Ball in der Hälfte des Taifuns. Fitterer schickte Tichatschek schnell über die Linie, dort wurde er von J.Schmitt mit dem Vorderrat angegriffen. Tichatschek konnte das Motorrad kontrollieren, fuhr auf das Tor zu und hämmerte den Ball zum Ausgleich. Nach dem Treffer zeigte das Schiedsrichtergespann Auer/Schmidkunz rechtmäßig Schmitt die gelbe Karte. Die darauffolgende fünfminütige Überzahl ließen die Jungs liegen und so ging es mit einem 1:1 in die erste Viertelpause.

Auch im zweiten Viertel wiesen die Jungs Fehler in der Verteidigung auf, so führte ein leichtsinniges Foul zu einem folgenschweren Freistoß für die Pumas. Diesen donnerte Topkaya unhaltbar unter die Latte zur erneuten Puma-Führung. Bemüht um eine Lösung für das Abwehrbollwerk, bissen sich die Jungs weiter die Zähne aus. Es dauerte bis zur 32.Spielminute ehe ein Distanzschuss von Palach den Weg ins Tor fand und die verrückten Schlussminuten einläutete. Kaum nach dem Ausgleich versuchte es ebenfalls Walz aus der Distanz, sein Schuss wird jedoch abgefälscht und verlädt Gerber in das falsche Eck. Wieder angepfiffen verloren die Jungs wieder den Ball in der gegnerischen Hälfte, die Pumas machten es schnell und nur ein Foul konnte Jannis Schmitt stoppen. Die Schiedsrichter entschieden folgenrecht auf Elfmeter, den der gefoulte souverän verwandelte. Das sollte es noch nicht gewesen sein, wieder direkt nach Anpfiff ließ Fitterer sich foulen und holte einen Freistoß raus. Palach fasste sich ein Herz und verkürzte zum Pausenstand von 3:4 aus Sicht des Taifuns.

„Auch heute gilt, wir gewinnen und verlieren zusammen. Weiter geht’s, noch sind Titel zu vergeben!“

In der zweiten Hälfte musste sich einiges ändern um noch die Chance auf den Titel zu bewahren. Neben unnötigen Ballverlusten, musste der Zugriff in der Abwehr gefunden werden. Wenige Minuten wieder im Spiel, geriet der Spielplan durch die grünen Karte an Lucca Fuchs ins Stocken. Die Riesen Chance, die Führung auszubauen, bot sich Jannis Schmitt. Doch dessen Schuss wurde von Gerber, der am Rande des Torwartkreises verteidigte, vereitelt. Zum Schock aller Fans fuhr Schmitt durch den Kreis und auf Gerbers Fuß. Nach minutenlanger Verletzungsunterbrechung konnte Gerber weitermachen und die Schiedsrichter entschieden auf den Platzverweis (Gelb-Rot) für Schmitt. Nach der abgelaufenen Sperre von Fuchs gelang es der Mannschaft nicht innerhalb von acht Minuten in Überzahl den Abstand zu verkürzen. Im Gegenzug schafften es die Pumas in Unterzahl die Führung, durch ihren Kapitän Benjamin Walz, auszubauen. Der blitzte vor Gerber auf und ließ ihm keine Chance. So neigte sich ein sehr schwaches drittes Viertel dem Ende zu und der Taifun stand mit dem Rücken zur Wand.

Noch einmal wies Trainer Tritsch der Mannschaft auf, das nur mit 100% Überzeugung hier etwas zu holen ist. Vor dem Viertel versammelten sich die Spieler nochmal im Kreis, entfachten das Feuer in sich und das schlug sofort Wirkung! Kaum wurde das Spiel wieder angepfiffen, tauchte Fitterer vor dem Tor der Pumas auf und verkürzte wieder auf einen Treffer Differenz. Noch voll in Euphorie, holten die Pumas die Mannschaft wieder auf den Boden. Benjamin Walz wird kaum verteidigt, tankte sich vor das Tor und bewies seine Klasse spüren. Davon ließ die Mannschaft diesmal nicht beeindrucken, kaum angepfiffen rast Fitterer vor das Tor und verkürzte erneut. Das Momentum Schwung auf die Seite des Taifuns um, doch auf dem Höhepunkt kam es zum nächsten Schocker für die Taifun Anhänger. Nach einem Zweikampf an der Mittellinie bekam Manuel Fitterer einen Fuß seines Gegenspielers ins Gesicht und musste von den Sanitätern behandelt werden.

Von den Fans umjubelt kehrte der Top-Scorer nach wenigen Minuten wieder zurück in die Partie und demonstrierte gleich seine Klasse! Zusammen mit Palach spielte er einen Freistoß aus und sieht auf der linken Seite den durchstarteten Tichatschek. Diesen bediente er mit einem Zuckerpass und Tichatschek knallte den Ball unhaltbar in den Winkel zum zwischenzeitlichen 6:6. Aber wie schon das ganze Spiel übergreifend schaffte es die Mannschaft nicht die Abwehr dicht zu machen und so war es wieder mal Walz der den Puma in Front brachte.

Im Vergleich zu den Vierteln davor strahlte die Mannschaft Kampfgeist aus, wollte die Treffer gar erzwingen und es gelang ihnen wieder durch Fitterer. Der wurde von Palach über die Mittellinie geschickt, lässt Verteidiger und Torwart aussteigen und gleicht zum vierten mal am Abend aus. Jedoch sollte es nicht reichen. Wiedermal kommt Benjamin Walz ohne Gegenwehr vor das Tor und besiegelt den Pokalerfolg der Pumas.

Zusammenfassend reichen keine 20 Minuten Motoball aus, um den Pokal nach Mörsch zu holen. Das sieht auch Trainer Enrico Tritsch so:

„Verdient ging der ADAC Pokal 2019 nach Kuppenheim. Mental waren wir nur im letzten Viertel auf dem Platz und zeigten ansatzweise was wir können. Zu wenig um ein Finale zu gewinnen.“

Nach der bitteren Niederlage möchte sich die Mannschaft noch bei den besten Fans auf der Welt bedanken, die auch Samstag wieder die Mannschaft nach vorne gepeitscht haben, das nächste Finale wird sicherlich anders ausgehen! Auch bedanken wir uns beim MSC Ubstadt-Weiher, die uns unter der Woche auf ihrem Platz haben trainieren lassen.

Weiter geht es für die Jungs am 30.August, dort erwarten wir den MSC Comet Durmersheim zum letzten Heimspiel in der Saison 2019. Anpfiff der Partie 19 Uhr.

 

©ADAC-Nordbaden